Artikel versenden
Kommentare:(1)
Drucken


Benutzername
Passwort

Wie spielst du gegen verschiedene Spielertypen?
Damit du Bescheid weißt, welche Blätter in verschiedenen Situationen geeignet sind, musst du deine Gegner kennen.


 Oft ist es sehr leicht sie und ihre Spielweise zu durchschauen, aber für viele ist das ein großes Problem, wie man dann gegen sie vorgeht.

Nicht jede Spielweise eignet sich auch für jeden Spieler. Um ein guter Spieler zu sein, musst du ein Stone Killer werden und das sollte immer auch dein Ziel sein.


Das bedeutet, die besten Pokerkenntnisse zu besitzen und sich gegen jeden Spieler behaupten zu können. Das kannst du nur wenn du weißt, wie du dich verhalten sollst, wenn du gegen verschiedene Gegner spielst.


Hier sind einige Tipps, wie du gegen Maniacs, Calling Stations und Rocks vorgehen kannst!


Gegen Maniacs

Diese Spieler sind sehr extrem und spielen loose aggressiv. Dementsprechend betten und raisen sie zu oft und lieben es zu bluffen, wobei sie das aber zu häufig tun, um efektvoll zu sein. Du kannst einen Maniac zwar selbst nicht bluffen, da er im Mittelpunkt stehen will und bis zum River geht, aber wenn du eine starke Hand hast, holst du aus ihm sehr viel Geld raus. Wenn Maniacs verlieren, dann verlieren sie sehr viel, weil sie sehr optimistisch sind und jede Gelegenheit suchen um zocken zu können. Du erkennst ihn daran, dass er sehr ungeduldig und unkontroliert spielt, sich oft im Chat zum Wort meldet und dort oft auch andere Spieler beschimpft. Anfänger sollten Maniacs meiden, da dass Hand Reading sehr schwer ist und es in Shorthand Spielen zu unangenehmen Situationen für einen kommen kann. Sie bieten sehr viel und erhöhen mit jeder Hand und mit jeder Motivation. Obwohl sie oft bluffen, solltest du trotzdem aufpassen, weil sie oft ihre Taktik innerhalb des Spiels verändern, d.h. sie spielen auch mit guten Karten. Wenn du ein kleines Bankroll hast, dann kannst du gegen Maniacs nicht richtig vorgehen. Sie setzen viel und wenn du mitgehen möchtest, musst du auch viel Geld zur Verfügung haben. Trotzdem kannst du gut gegen einen Maniac spielen. Wenn du ihn bemerkst, solltest du dich fast ausschließlich auf ihn konzentrieren, denn wenn du nur kurz nicht aufpasst, kann es für dich sehr teuer werden.

  • Besonders im Heads up kannst du gut gegen ihn aggieren. Meistens haben sie ein schlechteres Blatt als du selbst. Durch Check-Call oder nur Call kannst du ihn sogar totbluffen lassen. Ein Maniac gibt nie auf, auch wenn er weiß, dass er ein schlechteres Blatt hat. Er nimmt Poker und das Gewinnen sehr persönlich.
  • Obwohl sie sehr extrem sind, kannst du sie ganz schnell erkennen und das ist das Wichtigste, um dich rechtzeitig auf seinen Spielstil einzustellen. Nutze seine Aggression gegen ihn aus, aber versuche nicht aggressiv die Blinds mit schwachen Karten zu stehlen. Wenn der Maniac merkt, dass du ihn durchschaut hast, sucht er die Weite und verlässt diesen Tisch, um sich neue Opfer zu suchen.
  • Maniacs spielen grundsätzlich schlechtes Poker. Sie sind ungeduldig und aggressiv. Mit dieser Spielart machen sie auch viele Fehler. Das kannst du gut gegen sie ausnutzen.
  • Du solltest am besten links von einem Maniac sitzen. So kannst du sehr viele Informationen bekommen, besonders wie weit er geht, wenn er ein schlechtes Blatt hat bzw. wenn er blufft. Wenn du den Bluff erkennst, kannst du wegen seiner mangelnden Selbstkontrolle viel aus ihm herausholen und ihn so leicht in deine Falle laufen lassen.
  • Du kannst sogar Tische mit Maniacs suchen und sie verfolgen. Besonders, wenn sie an einem Tisch verlieren, suchen sie sich meistens Tische mit höheren Limits aus. Tische mit mehreren Maniacs sind sogar sehr profitabel, aber nicht einfach. Am Showdown gegen mehrere Maniacs zu gewinnen ist nur möglich, wenn du die beste Hand hast und mit dieser Aggressivität am Tisch mitgehen kannst.


Gegen Calling Station

Dieser Spielertyp spielt loose passiv. Er spielt sehr viele Hände und geht auch mit schlechten Karten zu weit mit. Die Calling Stations kennen die Starting Hands Skills nicht und gehen auch bis zum Flop sogar, nur um zu sehen, welche Karten auf dem Board kommen, damit sie vielleicht auf dem Turn folden. Weil sie zu weit gehen, kannst du sie sehr schwer bluffen. Denn wenn sie bis zum River gehen, haben sie oft zumindest eine mittelmäßige Hand. Im Preflop raisen sie selten, postflop spielen sie meistens Check und dann Call. Weil sie mit vielen Startkarten spielen und mit guten Karten nur callen, kann man sagen, dass du ihre Hände schwer lesen kannst. Trotzdem kannst du ihren Spielstil ganz schnell erkennen und deswegen ganz gut gegen sie spielen.

  • Am besten ist es, dass sie zu deiner linken Seite sitzen. Du willst sie in der Hand haben, wenn du gute Karten hast und raisen möchtest. Wenn sie rechts von dir sitzen, kannst du sie auch nicht mit Slowplaying in der Hand halten, weil sie meistens ja nur callen.
  • Sie zeigen, wenn sie eine sehr starke Hand haben, ein wenig Aktivität und Aggressivität. Wenn du das merkst, ist das ein Zeichen, dass sie eine starke Hand haben und es ist für dich am besten zu folden.
  • Sie lassen sich zwar nicht so leicht aus der Hand treiben, aber du kannst trotzdem auch mit schlechteren Karten setzen, mit der Annahme, dass sie doch callen. Meistens haben sie dabei schwache Hände und du kannst sie dafür bezahlen lassen.

Gegen Rocks

Die Rocks spielen tight und gehen nur mit guten Starthänden mit. Sie sind passiv, wie Calling Stations. Deshalb können sie nicht so gut die starken Hände spielen. Ihnen fehlt die Aggressivität, um am Tisch gefährlich zu werden. Ein Rock setzt sehr vorsichtig auf seine Karten. Du kannst zwar wenig mit ihnen gewinnen, aber weil sie harmlos sind, verlierst du auch nicht. Für dich sind das sehr gute Gegner, da sie sehr schnell und gut durchschaubar sind. Ihr Verhalten ähnelt den Regeln aus dem Lehrbuch. Sie betten nur mit guten und raisen ausschließlich mit starken Händen.
Die Rocks gewinnen zwar in unteren Limits, weil sie geduldig sind und auf die großen Fehler ihrer Gegner warten, werden aber sehr leicht in größeren Limits durch die Aggressivität rausgedrängt.

  • Da Rocks selbst selten bluffen, lassen sie sich aber ganz gut bluffen. Besonders in Heads- up kannst du sehr aggressiv spielen und sie geben leicht ihre guten Hände weg, weil sie zu vorsichtig spielen.
  • Wenn sie setzen oder raisen, dann aber nur, wenn sie ein sehr gutes Blatt haben. Besonders ist das beim preflop bemerkbar. Ein Rock geht nur mit den besten Startkarten mit. Hier solltest du folden, denn er zeigt nicht ohne Grund sein Interesse an der Hand. Checkt er bei dem River, dann solltest du, falls du eine mittelmäßige Hand hast, auch folden. Hier hat er das beste Blatt auf der Hand und du kannst nicht viel herausholen. Zwar callt er die ganze Zeit, lässt sich aber auch nicht durch Aggresivität rausraisen.
  • Der Rock sollte links von dir sitzen, denn er stellt ja keine Gefahr für dich dar. Die Plätze rechts von dir sind viel zu wertvoll, um die an die Rocks zu verschwenden.



Wenn du deine Gegner richtig erkennst und gegen sie entsprechend handelst, dann gewinnst du und das nicht nur kurzfristig, sondern langfristig. Ein Stone Killer zu sein, bringt viel Respekt am Tisch. Die anderen Spieler werden dich und deine Spielweise respektieren und werden auch nicht so leicht versuchen, dich zu schlagen. Arbeite an deinem Pokerimage und arbeite daran ein Stone Killer zu werden. Dann machen dir auch deine Gegner und ihre Spielweise keine Angst mehr!




Kommentare:
Benutzername:
hamburg1
31. Oktober 2007
guter artikel, aber es wird meiner meinung nach nicht ausführlich genug darauf eingegangen, wie man gegen die einzelnen spielertypen vorgehen kann