Johnny Chan
| Vielleicht kennen ihn auch manche aus dem Film „Rounders“, in dem er gegen Matt Damon an einem Pokerduell antritt. Das Material für den Film wurde sogar von seinem Spiel in den World Series of Poker aus dem Jahr 1988 gegen Erik Seidel genommen, wo er einen Straight floppte und Erik dazu brachte, seine Königinnen einzusetzen. |
Er ist eine Pokerlegende, die zu den bekanntesten Namen in der Pokerwelt gehört. Was ihn dazu ausmacht?
Das sind die 10 gewonnenen Armbänder von den Turnieren der World Series of Poker. Dabei ist er Rekordhalter und teilt sich diese Bezeichnung nur noch mit Doyle Brunson.
1957 geboren in Guangzhou (China). 1973 geht er mit seinen Eltern über Hong Kong nach Phoenix und später nach Housten, um sich den amerikanischen Traum zu verwirklichen. Hier begann er an der University of Housten sein Studium, welches er aber mit 21 Jahren abbrach um im Hotel-und Restaurantmengment zu arbeiten. Seine Eltern führten eine erfolgreiche Kette von Restaurants und man dachte, dass Johnny das Familienunternehmen irgendwann übernehmen würde, aber er schlug einen anderen Weg ein. Denn Mitte der 80er ging er nach Las Vegas, um Poker zu spielen und seine Erfolge kamen. Er wurde zu den besten US- Profispieler, denn nicht nur, dass er die Tourniere gewann, er gewann sie in verschiedenen Varianten, was ihn auch zu einem Profi macht. Er macht auch heute noch seinem Spitznamen „The Orient Express“ eine Ehre.
Johnny Chan war nicht bloβ einmal am Final Tisch der groβen Turniere zu finden, womit eigentlich einmal mehr der Beweis erbracht wurde, dass beim Poker nicht nur das Glück alleine entscheidet, sondern dass es dazu noch eine gehörige Portion Talent, Können, mathematischer und psychologischer Kenntnisse bedarf. .
Seine Armbänder zeigen das: Limit Holdem 1985, World Series of Poker 1987 und 1988, Seven-Card Stud 1994, Deuce to Seven Draw 1997, Omaha Pot Limit 2000, No Limit Holdem 2003, Pot Limit Holdem 2003, dann „Head up Matches“ auf dem die Besten teilnahmen, gewann er gegen Phil Helmuth Jr. und das letzte Band bekam er auf dem Turnier der World Series of Poker 2006.
Dass er ein Profispieler ist, zeigt auch die Tatsache, dass er im Jahr 2002 in die „POKER HALL OF FAME“ aufgenommen wurde.
Vielleicht war das nicht der amerikanische Traum, den sich seine Eltern vorgestellt haben. Denn sein amerikanischer Traum lebt wahrscheinlich im 52-Karten-Deck.
Im Juli 2006 fand wieder in Rio von Las Vegas ein Turnier statt. Man fand wie auch nicht anders erwartet Johnny Chan am Final Tisch vor, wo er um ein neues Armband kämpfte. Anscheinend ist er auch als "Pokerlehrer" gut. Er betreute in demselben Jahr den WSOP-Main-Event Gewinner Jamie Gold.
Johnny Chan kämpft und pokert an einem Finaltisch!
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